Montag, 19. Mai 2014

Unsere erste Nacht auf Faial war recht kurz, da wir erst um 23 Uhr mit der Fähre eintrafen. Das Hotel "Do Canal" liegt direkt am Hafen, wir hätten die 800 m auch zu Fuß gehen können. So brachte uns ein Bus bis vor den Eingang.
Die Azoren sind ja das Ergebnis vulkanischer Aktivitäten, und daher steht der heutige Tag ganz unter diesem Motto.
Zunächst fahren wir von Horta aus mit dem Bus hoch zum Rand des zentralen Vukankegels der Insel, der "Caldeira von Faial". Unterwegs machen wir natürlich, wie es sich für Portugal gehört, nach 30 min erst einmal eine Kaffeepause.
Der Rand der  Caldera liegt ca. 1000 m hoch, und es weht ein kühler Wind (14°C). Der Blick in die 400m tiefe Kessel zeigt am Boden einige kleinere Seen und einen Mini-Vulkan.

Blick hinab in die Caldera
Wir haben nur 1 h Stunde Zeit. Einmal den ganzen Rand abwandern würden ca. 2,5 Stunden dauern. Denn die Cadeira do Faial hat ca. 1,5 km Durchmesser. Also geht es statt dessen 30 min in eine Richtung und dann wieder zurück. Wir wählen die Seite, an der es ansteigt (uns ist kalt und wir müssen uns aufwärmen) und marschieren los. Bald haben bestes Wanderwetter, die Wolken die sich am Hang in der vom Meer feuchten Luft bilden, lösen sich in der Mitte der Caldera wieder auf.  So haben wir steten Sonnenschein und auch wieder einen freien Blick auf die Nachbarinsel Pico.
Über den Wolken sieht man den Pico

Nach dieser kurzen Tour geht es mit dem Bus weiter ans westliche Ende der Insel, bei Capelinhos. Dort hat sich ab 1959 über 2-3 Jahre hinweg ein neuer Vulkan erhoben und mit seiner Asche und Lava zu einer Vergrößerung der Insel geführt. Wir wandern am Rand dieses Gebietes entlang, wo auch heute fast nur Asche und Steine zu finden sind. Ein krasser Gegensatz zu dem sonst so satten Grün der Inseln.
Wanderung durch Asche und Stein

Das Meer nagt an der neuen Halbinsel

Hier sieht man noch die Giebel der alten Walfänger-Häuser
Zum Abschluss des Tages hatten wir einige freie Stunden die wir zur Erkundung der Inselhauptstadt Horta und kleinere Einkäufen nützen.
Blick auf Horta
 Und jetzt geht es zum Abendessen!

Sonntag, 18. Mai 2014

Sonntag 18. Mai 2014: Tageswanderung zum Esto Norte - der Nordspitze der Dracheninsel

Es ist ca. 20.15 Ortszeit und ich sitze im wartenden Bus am Hafen von Velosa. Wir planen zur Insel Faial (:feijal:) über zu setzen... und ich habe Internetverbindung. Juchuh. Darüber vergesse ich fast das Ein-Checken auf die Fähre.

Bevor wir unsere Überfahrt mit der Fähre antraten hatten wir bereits ein wunderschönes Wandererlebnis. Heute sind wir ca. 3 Stunden im strammen Tempo gewandert, immer den Kamm entlang - hoch und runter über einem Gebirgszug Richtung Nordspitze. Eine herrliche Wanderung durch Nebel, Wind, spektakuläre Ausblicke und hervorragende Wege. Wir konnten öfters sogar nebeneinander gehen, genießen, plaudern... ohne sich festhalten zu müssen.

Da Heiner und ich meistens unabhängig von einander in der Gruppe marschierten, haben wir so inzwischen alle Teilnehmer der 30-köpfigen Reisegruppe schon mal als Weggefährten gehabt. Zwischendurch bei Wartepausen oder im Bus haben wir uns dann natürlich immer wieder gefunden.

Hier unsere Eindrücke:
Basaltpflanze

Heiner am "Nordkap der Dracheninsel"

Herrliche Klippen auf Sao Miguel

Im Park

Unterhalb des nebelumwogenen Gipfels - Pico da Espernca

Kleiner Vulkansee

... und wieder mal eine Nebelbank.

Sonntag, 18. Mai 2014 - Morgenstund` hat ...


Blick vom Hausberg am Hotel in Velas
Gegen 07.00 Uhr machten wir uns auf den Weg zum nahegelegenen Hausberg von Velas... der bestimmt auch einen chicen azorischen Namen hat. Wir nennen ihn einfach mal Schafshügel, denn hier wimmelte es heute morgen von Nachweisen dieser zähen Tiere. Diese hatten sich jedoch aus dem Staub gemacht, als wir durch ihr Revier marschierten. 25 Minuten hoch, Fotos, 25 Minuten runter. Ein schöner Frühstückssport. Eine weitere Belohnung war der erwartete herrliche Blick auf die Landschaft. Auch akustisch war der Ausflug wunderbar: Ein Orchester von Vogelstimmen auf dem Hügel. Je näher wir dem Ort kamen, desto kräftiger gesellten sich Hahnenkrähen und Hundebellen dazu... fast kein Autoverkehr: Paradiesisch.
Heiner zeigt auf eine gut gepflegte Sportanlage in Velas
Nach dem Spaziergang freuen wir uns auf`s Frühstück. Mein Favorit: Der köstliche Obstsalat.
Frühstücksbuffet im Hotel Sao Jorge

Samstag, 17. Mai 2014

Heute begann der Tag mit Frühsport, da das Frühstück hier erst ab 7:30 Uhr geöffnet wird.
Nach dem Frühstück (etwas karger als im Lince) gings es mit dem Bus wie üblich um 9 Uhr los. Zunächst eine Molkerei besichtigen. St. Jorge ist berühmt für seinen Käse, der eine spezielle Schärfe entwickelt. Je älter, desto schärfer, Und nur nach drei Monaten Reife darf er sich St-Jorge-Käse nennen, Fast die ganze Produktion geht als Exportgut an die ca. 1 Mio Exil-Azorianer in den USA, Kanada und Brasilien.
Wir haben uns dort direkt ein Pfund als Reiseproviant geleistet. Sehr lecker.
Blick in die Molkerie

Die Wanderung führte dann von ca. 700m hinunter zur Küste, wo wir in einem kleine Dorf Mittagspause gemacht haben. Dann noch mal 1h die Küste entlang ins nächste Dorf. Dort einen Kaffee getrunken und dann mit dem Bus wieder zum Hotel zurück. Das viele Bergablaufen ging gut in die Beine, daher haben wir uns danach eine Runde im noch recht kühlen Wasser des Hote-Pools gegönnt.

Die Bilder sind nicht ganz in der richtigen Reihenfolge.
Bad mit Dusche in der Natur

Blick zum Ziel
Blick zum Zwischenziel


Der Einstieg
Dschungel


Auf halber Höhe

Blick bevor wir mit dem Abstieg beginnen
Hohlweg

Windkraft auf St. Jorge


Gleich geht es mit der Gruppe zum Abschluss noch in ein Restaurant zum gemeinsamen Abendessen.

Freitag, 16. Mai 2014

16.05.14: Grandiose Vulkanlandschaft - Flug zur Dracheninsel Sao Jorge

Hallo in Deutschland!
Aus unserer Hotel-Lobby senden wir fröhliche Grüße. 18 Grad Außentemperatur, sonnig - wolkig, windig... unser Domicil ist jetzt Sao Jorge, eine Vulkaninsel, die praktisch nur aus Hügeln besteht.
Am Vormittag besuchten wir eine Ananasplantage auf unserer Ankunftsinsel und fuhren mit dem Bus auf die höchste Erhebung des Riesenkraters Sete Cidades, von der man den besten Blick auf mehrere Vulkanseen genießen konnte.
Eine Wanderung um den "Blauen See"mit kräftigem Schritt brachten Herz- Kreislaufsystem wieder auf die Sprünge. Wunderbar. Prima Wetter und nette Menschen um einen herum.
Nach 40minütigem Flug ging`s in unser neues Hotel, wo wir zwei Nächte schlafen werden. Heiner und ich besorgten uns einen kleinen Imbiss, den wir am Lavastrand verzerrten. Ein sehr eindrucksvoller Tag mit relativ wenig Bewegung... so 2-3 Stündchen wandern und spazieren gehen... für`s Pool, das kuschlige 18 Grad haben soll, war es uns noch etwas zu kühl. Aber morgen, bei Sonnenschein ist der Reiz wohl ausreichend groß, im Swimmingpool den Körper zu bewegen.
Ananasplantage

Herrliche Caldera im ehemaligen Vulkan
Blauer und grüner See in Sao Miguel

Sao Jorge - Hilde auf der Suche nach dem Strand

Wir picknicken mit Blick auf den Vulkan Pico



Vorbildlich: Sogar Wifi im öffentlichen Park

Donnerstag, 15. Mai 2014

15.05.14: Erster Wandertag auf Sao Miguel

Nach einem guten Frühstück geht es um 9 Uhr los mit dem Bus In Richtung Norden. Unterwegs macht der Bus noch einen Stop bei einem Supermarkt, damit sich die Gruppe noch mit Mineralwasser, Nüssen etc. versorgen kann.
Der Bus folgt einer kurvigen Küstenstraße, mit jeder Menge Steigungen und Gefällen. Zum Ausgleich erlaubt die dadurch erzwungene langsame Fahrweise den Fahrgästen einen besseren Blick auf das grüne Panorama der Insel. Die vulkanischen Strukturen, überwuchert mit Wiesen, Ackern, Wäldern, Blumen. Vom Reiseleiter erfahren wir dass viele der Pflanzen erst vom Menschen auf die Azoren gebracht wurden, und die einheimische Flora und Fauna kaum noch zu finden ist.
Die Wanderung beginnt auf einer kleinen Anhöhe und wir steigen von dort bergab in ein kleines Tal und folgen dem dortigen Bachlauf. Aber nur kurz, denn dann geht es hoch zum nächsten Anstieg. Über und unter umgestürzte Bäume kämpfen wir uns bergauf, nur um dann wieder genauso steil bergab geführt zu werden.  Wir erreichen kurz vor Ende der Wanderung einen netten Wasserfall, der sich bereits durch nettes Rauschen von Weitem ankündigt: Salto do Prego. So geht das die ganze Zeit weiter, und am Ende haben wir daher für die 6 km ganze 5 Stunden gebraucht. Vor allem die letzen 500 m gingen über Serpetinen steil zur Küste runter, da haben wir uns sicherlich den Muskelkater für morgen geholt. Das Ganze bei sonnigen Wetter ohne Regen und Temperaturen um 20°C.
An der Küste wird in einem kleinem Restaurant gespeist: ganz einfach, Schnitzel-Sandwich für €2,70.
Anbei ein paar Impressionen dieses Tages.

Typische Holzbrücke, nur einzeln begehbar



Dschungelpfad
Fischerort Aqueira del Norte

Mittwoch, 14. Mai 2014

14.05.14 Anreise

Wir benutzen den Skytrain, anstatt den Bus - klappte prima!
14.05.14 Wir stehen gemütlich auf, frühstücken und lassen uns von Rolf zum Bahnhof Hildesheim fahren. Ab mit dem ICE nach Frankfurt Flughafen. Einchecken nach kurzem Rotel-Hallo und ein gemütliches Plätzchen suchen. Unterwegs blühte der Ginster - soll ich für Heiner noch schreiben...

Gemütliches Warten - Internetverbindung wie zu Hause



Hier erstellen wir den Blog Azoren: Wandern mit Rotel und den ersten Beitrag.

Am 14.05.14 waren wir gegen 17.00 Uhr im Hotel "The Lince", 4 Sterne - schönes Zimmer und kleines Schwimmbad im Ort: Porto Delgado. Einige erster Eindrücke von unserem Feriendomizil:

An der Promenade

Marina

Stadtbild